Marco Kreyer
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Arbeitsproben



Bayerns Schüler starten ins neue Schuljahr

Für viele Erstkläßler beginnt ein wichtiger Lebensabschnitt

Ja, ja, unaufhaltsam neigen sich die geliebten Sommerferien dem Ende entgegen und so mancher Schüler denkt nur ungern an den 16. September. Denn ab diesem Tag heißt es wieder büffeln. Vorbei sind die sechseinhalb Wochen Ferien, in denen man machen konnte, was man wollte. Der Stundenplan bestimmt wieder den Tagesablauf!

Jedoch wird es auch Schüler geben, die sich auf den Schulalltag freuen. Unter ihnen sind sicherlich die ABC-Schützen. So starten 1.863 Erstkläßler im Landkreis Bamberg mit Ranzen und Schultüte am 16. September ihre schulische Karriere. In der Stadt Bamberg werden sich 758 ABC-Schützen auf den Weg in die Grundschulen der Domstadt machen. Max Wagner ist einer von ihnen. Der sechsjährige Bamberger gab Treff-Redakteur Marco Kreyer sein allererstes Interview.

Max freut sich auf die Schule, schließlich beginnt für ihn damit ein völlig neuer Lebensabschnitt, dem er aber auch mit gemischten Gefühlen gegenübersteht. Außer, daß er Rechnen und Schreiben lernen wird, hat Max noch keine Vorstellung davon, was ihn in der Schule noch so erwarten wird.

Auch vom Streit über die Rechtschreibreform hat Max noch nichts mitbekommen, was vielleicht sogar ganz gut ist. Denn durch die widersprüchlichen Gerichtsurteile der letzten Wochen und Monate in einzelnen Bundesländern ist ein Chaos entstanden, das verunsichert. Tatsache ist, daß bayerische ABC-Schützen auch weiterhin, wie schon im Vorjahr, nach den neuen Rechtschreibregeln unterrichtet werden. So wird Max lernen, daß ein Seeelefant kein Portmonee besitzt.

Auf die Frage, ob er denn schon jemanden aus seiner Klasse kenne, antwortete er, daß nur wenige seiner Freunde mit ihm die Wunderburgschule besuchen werden und einige andere aus seiner Kindergartengruppe in die Rupprechtschule gehen werden.

"Ich laß' mich mal überraschen!"

Als begeisterter Fußballfan steht bei dem aufgeweckten ABC-Schützen der FC Bayern hoch im Kurs, und auch Rennfahrer Michael Schumacher zählt zu seinen Vorbildern. Ob Max aber selbst mal als Profifußballer bei seinem Lieblingsverein spielen will oder als deutsche Hoffnung in einem Formel 1-Flitzer über die Rennstrecken der Welt düsen wird, weiß er noch nicht: "Ich laß' mich mal überraschen!"

So bleibt noch, Max und allen anderen Schülern einen guten und erfolgreichen Start ins neue Schuljahr zu wünschen!

Marco Kreyer

Artikel erschienen im Magazin Treff, Ausgabe September/1997.

 

 

 

 

 

 

 

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